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  • AutorenbildAtlaslogist Claudio Hösl

Die Macht der Gedanken: Funktioniert das wirklich?


Bevor man jetzt denkt, das ist auch nur so ein Tschakka-du-kannst-alles-schaffen-was-du-willst-Blogbeitrag… Nein ist er nicht. Unsere Gedanken besitzen zwar große Kraft und Macht. Es ist aber ein weit verbreiteter Irrglaube, Man müsste nur positiv denken und an den eigenen Erfolg glauben – und Schwupps schon wird alles gut. Das ist völliger Quatsch.


Erfolg ist mit Sicherheit kein Automatismus, keine Frage der Einstellung. Und schon gar kein Resultat purer Einbildung.

Allerdings stimmt es, dass unsere Gedanken den Anfang und Ausgang unseres Handelns entscheidend verändern können:


  • Wer nicht an sich und seine Idee glaubt, der wird wohl kaum damit anfangen, geschweige denn durchhalten.

  • Wer davon überzeugt ist, dass andere sie oder ihn nicht mögen, wird dadurch tatsächlich nicht sympathischer.

  • Wer sich minderwertig fühlt, wird sich tendenziell abkapseln und wenig herzlich, offen und fröhlich auf andere Menschen zugehen.

  • Wer meint, Opfer zu sein, der sieht sich bald nur noch von bösen Feinden umgeben und gibt zugleich die Verantwortung für sein Leben ab.


Der Mechanismus ist aber fast immer derselbe: Was wir denken, das strahlen wir aus, das ziehen wir an. Es entsteht eine Art selbsterfüllende Prophezeihung.


Dahinter steckt vielmals das sogenannte Gesetz der Anziehung. Es geht davon aus, dass sich innere Zustände im Äußeren widerspiegeln. Oder wie es der Volksmund zusammenfasst: Gleich und Gleich versteht sich gut. Beziehungsweise: Was wir ausstrahlen, das ziehen wir an.

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Gedanken wirken im Unterbewusstsein


Damit steuern unsere Gedanken zugleich, wie wir uns fühlen, wie wir eine Situation und unsere Lage beurteilen – und zwar völlig unabhängig davon, wie es tatsächlich ist. Für uns und in unserem Kopf wird aus dieser Projektion eine Wahrheit.


Dabei ist alles, was auf uns zukommt, erst einmal neutral. Unsere mentale Bewertung macht daraus etwas Positives oder Negatives .


Dabei handelt es sich bei unseren Gedanken eigentlich nur um elektrische Impulse, die ihrerseits elektrische und chemische Vorgänge in unserem Gehirn hervorrufen.

Wenn Sie zum Beispiel als Kind von einem Hund gebissen wurden und nun beim Anblick eines ähnlichen Hundes vor Angst zittern, dann ist dies eine Reaktion des Unterbewusstseins – noch bevor Sie realisieren, dass der Hund Ihnen vielleicht nichts tun will oder kann, weil er sicher angeleint ist.


Anfänglich steht also eine Situation, eine Begegnung mit einem Menschen oder Tier. Wir beobachten, bewerten und interpretieren dies – und daraus entstehen Gefühle und Reaktionen. Diese wirken nun aber selbstverstärkend. Aus dieser Folge fühlen wir uns in unserer Einschätzung bestätigt.


Eine Eskalationsspirale baut sich auf – positiv wie negativ.

Man könnte auch sagen: positive Gedanken führen zu positiven Gefühlen und positiven Reaktionen; negative Gedanken führen zu negativen Emotionen und negativen Reaktionen. Oder noch kompakter: Wer immer wieder negativ denkt, trainiert seine Wahrnehmung und sein Gehirn zum Unglücklichsein.


Die Macht der Gedanken nutzen

Wir sind unserer Gedankenwelt und dem Unterbewusstsein nicht machtlos ausgeliefert. Die Bilder in unserem Kopf lassen sich lenken. So machen wir uns schließlich die Kraft der Gedanken zunutze.


Damit wir die Kraft in unseren Gedanken nutzen können, sollten wir das eigene Denken jedoch zunächst analysieren. Im nächsten Schritt gilt es dann, ein gezielte Umdenken zu trainieren . Das erfordert ein bisschen Übung, macht sich aber durch zahlreiche positive Effekte bezahlt.


Hilfreiche Fragen, um unbewusste Gedankenmuster und Überzeugungen ausfindig zu machen und zu erkennen, sind zum Beispiel:

  • Warum denke ich in dieser Situation immer so?

  • Auf was basiert meine Einschätzung: auf Tatsachen oder gar auf Annahmen?

  • Ist das, was ich denke, wirklich wahr und real?

  • Oder stecken dahinter frühere Erlebnisse? Welche?

  • Verbergen sich darin übernommene Glaubenssätze (Freunden)?

  • Würde ein anderer die Situation anders bewerten?

  • Was würde passieren, wenn ich die Situation anders bewerte?

  • Sind meine Gedanken hilfreich und zielführend?

  • Welche Gedanken bringen mich tatsächlich weiter?


Solche Fragen helfen übrigens auch, sich von Ängsten, Schuldgefühlen oder gar Minderwertigkeitsgefühlen und Missstimmungen zu entfernen.


Nachdem man hemmende und negative Gedanken identifiziert und die Brille der eigenen Prägungen abgelegt hat, bekommt man die Chance, das Denken und damit die Einstellungen zu verändern. Man könnte auch sagen: Man kann sich positiv programmieren.


Selbst schon Erfahrungen mit der Macht der Gedanken? Dann einfach auf meiner Facebookseite davon berichten und mitdiskutieren!












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