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  • Atlaslogist Claudio Hösl

Wie gesundheitsfördernd ist Tee wirklich?



Schwarztee, Weisstee und Olong

Alle drei Teesorten entstehen durch Fermentierung von Teeblättern der Pflanze Camellia sinensis, Schwarztee oft auch von Camellia sinensis var. assamica, die den berühmten Assamtee liefert.

Die Blätter werden zuerst in Welkkammern zum Antrocknen ein paar Stunden gelegt und in einer speziellen Maschine durch Druck gepresst. Der dabei austretenden Saft kann mit Luftsauerstoff oxidieren.

Bei der Fermentation werden generell Teeblätter aufgeschlossen und in einer feuchten Umgebung oxidiert. Doch im eigentlichen Sinne ist die Teeverarbeitung gar keine echte Fermentation, da der Prozess ohne Enzyme bzw. Mikroorganismen stattfindet. Wichtig dabei ist die richtige Steuerung der Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Bei Schwarztee wird der Prozess der Oxidation gänzlich durchgeführt, bei Oolong oder Weißem Tee bricht man die Oxidation vorzeitig ab, indem man die Blätter trocknet.


Die Tees enthalten je nach Verarbeitungsprozess verschiedene Gehälter an Teein und Gerbstoffen, die dann den charakteristischen Geschmack haben. Das im Tee enthaltene Koffein heißt Teein. Die unterschiedliche Bezeichnung legt nahe, dass sich im Tee eine andere Substanz als im Kaffee befindet. Doch ist Koffein und Teein aus chemischer Sicht identisch. Die Gerbstoffe und deren Gehalt sind auch wichtige Geschmackskomponenten im Tee. In fermentierten Tee befindet sich mehr Teein und die ätherischen Öle sind intensiver


Grüntee und Matcha

Grüntee wird im Gegensatz zu anderen Teesorten nicht fermentiert. Um die Fermentation bei Grüntee auszuschließen, werden die Teeblätter mit heißem Wasserdampf behandelt, was den Oxidationsprozess verhindert.


Matcha ist gemahlener Grüntee und wird vor allem in Japan genommen. Die japanischen Tencha-Teesträucher werden einige Wochen vor der Ernte beschattet, was den speziellen guten Geschmack der intensiv grünen Teeblätter ausmacht.


Diese werden gedämpft, getrocknet und dann in Mühlen zu Pulver verarbeitet. Matcha-Tee wird traditionell mit 80°C heißem Wasser aufgebrüht und mit einem Bambusbesen aufgeschäumt. Am Ende der Zeremonie soll ein schaumiger Tee entstehen, was für Matcha-Tee Anfänger eine größerer Herausforderung darstellt. Da das Pulver des grünen Tees komplett konsumiert wird, und nicht nur die Teeblätter aufgegossen, schreibt man Matcha einen besonders gesundheitsfördernde Wirkung zu.





Grüntee - Bedeutung für die Gesundheit

Im asiatischen Raum wird in großen Mengen Grüntee konsumiert, was die Forschung dazu veranlasste, dort Beobachtungsstudien durchzuführen, um Daten zu Gesundheitseffekten auszuwerten.


Es konnte zwar generell beobachtet werden, dass Grünteetrinker allem Anschein nach seltener an Herz-und Kreislauferkrankungen leiden, also beispielweise seltener an Herzinfarkten sterben, so ganz einfach gestaltete sich die genaue Ableitung der gesundheitsfördernden Wirkung jedoch nicht ganz: Studien, die sich genau auf bestimmte Blutwerte bezogen, konnten jedoch zeigen, dass Grünteetrinker verringerte Cholesterin und Blutdruckwerte hatten. Dass dies aber generell zu weniger Herz-Kreislauf Erkrankungen führt, konnte dabei nicht belegt werden.


Ungünstige Auswirkungen von Tee

Neben den vielen genannten positiven Effekten kann Tee auch negativen Auswirkungen auf den Körper haben.


Teesorten können eine erheblich Menge an Schadstoffen enthalten wie immer wieder Warentests zeigen. Es wurden dabei hohe Konzentrationen an Schadstoffen in Ceylon, Assam oder Darjeeling Tees gefunden.


Eine Substanzgruppe, die als besonders gesundheitsschädlich eingestuft wird. Es handelt sich dabei um Pflanzeninhaltsstoffe, die Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden einsetzten. In hoher Dosierung führen sie allerdings zu Leberschäden. Bis jetzt weiß man nicht, wie diese Stoffe überhaupt in den Tee gelangen.


Resümee

Tee trinken tut dem Körper super gut, nicht zuletzt weil reichlich Flüssigkeit aufgenommen wird. Auch das Herz-Kreislaufsystem ist bei Grünteetrinkern allem Anschein nach weniger belastet.


Unter Umständen kann das in Grüntee enthaltene EGCG einen positiven Effekt auf Krebserkrankungen haben.


Beim Teekauf sollte man darauf achten, welches Produkt man kauft, im Besonderen, wie die Teeblätter angebaut und verarbeitet wurden. Auch fördert das Trinken von Tee als Zeremoniell, wie beim Matcha, das bewusste Konsumieren.


In diesem Sinne: schreiben sie doch auch etwas über Ihr Teegeheimnis in die Kommentare!

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