• Atlaslogist Claudio Hösl

Das Verlangen nach Süßem - Gesünder leben mit weniger Zucker



Zucker reduzieren

Wer langfristig etwas erreichen möchte, sollte auch so planen. Hauruck-Aktionen fühlen sich im ersten Moment prima an, die Motivation kann man aber meistens nicht lange gehalten werden und dann ist der Unmut am Ende umso größer. Unsere Gesundheit hat von alldem nicht viel, denn eine Ernährungsumstellung (-verbesserung) kann immer erst nach einer gewissen Zeit wirken. Wer sich Schritt für Schritt an ein Leben mit weniger Zucker gewöhnt, trainiert seinen Geschmackssinn. Der Verzicht gelingt dann zu einem gewissen Zeitpunkt automatisch. Wenn also beispielsweise der Kaffee gern mit zwei Teelöffeln Zucker getrunken werden, kann man erst einmal auf eineinhalb Teelöffel pro Tasse reduzieren. Eine Woche später versucht man es mit nur einem Teelöffel auszukommen.


Umgewöhnen ist eine gute Idee

Zuckeralternativen sind zurzeit sehr beliebt. Sie alle kaschieren nur unser Verlangen nach Zucker. Wenn jedoch das Ziel ist, auf Dauer weniger süß durchs Leben zu gehen, dann bringen uns diese Ersatzstoffe nicht weiter.


Wie reduziert man Süßigkeiten

Einfach weniger Süßigkeiten! Was einfach klingt, ist aber oft nicht so einfach. Denn das Verlangen nach etwas Süßem ist uns in den Genen verankert. Der erste Schritt zu einem Leben mit weniger Zucker ist, keine Süßigkeiten mehr einzukaufen. Sehr oft bekommen wir Süßes geschenkt oder werden zum Kaffee und Kuchen eingeladen. Dann ist eine Ausnahme kein "Weltuntergang". Schließlich soll uns eine gesündere Lebensweise nicht gleich die Lebensfreude nehmen.





Zutatenlisten im Auge behalten

Übrigens einkaufen: Zucker versteckt sich fast in allen Zutatenlisten. Doch nicht immer ist er leicht ausfindig zu machen, denn Zucker hat viele Namen: Saccharose, Dextrose, Fructosesirup, Glukosesirup, Laktose, Maltodextrin sind nur ein paar Beispiele. Tipp: Je weiter vorne, desto mehr Zucker ist beigesetzt. Möchten man auf ein Produkt nicht verzichten, dann sollte Zucker niemals die Hauptzutat sein.


Fertigprodukte lieber nicht!

Fertigprodukte sind industrielle Produkte. Durch die Verarbeitung gehen jedoch rasch die natürlichen Aromen verloren. Den Geschmack versuchen die Hersteller dann kostensparend wieder durch den Zusatz von Zucker zu optimieren. Daher wenn möglich auf Fertigprodukte verzichten.


Süßigkeiten selber machen - warum nicht?

Es steht ein Geburtstag an und Sie laden Freunde ein? Dann sollte ein Geburtstagskuchen nicht fehlen! Auch in der Adventszeit muss man nicht aufs Plätzchenbacken verzichten. Standard Backrezepte enthalten aber sehr oft reichlich Zucker. Einfach die Zuckermenge halbieren – der Genuss bleibt erhalten, vor allem wenn man sich im Alltag schon an den geringeren Zuckerkonsum gewöhnt haben.


Wasser ist ein Genussmittel - darum mein Lieblingsgetränk

Selbst kenne ich viele, denen Wasser als Getränk einfach zu langweilig ist. Eine Saftschorle oder ein Softdrink muss dann oft als Durstlöscher herhalten. Doch damit nehmen wir viel zu viel Zucker über den Tag verteilt auf. Und das Tückische: Durch die flüssige Form geht der Zucker sehr schnell ins Blut. Der Blutzuckerspiegel schießt nach oben und sinkt kurz danach wieder rapide ab. Dann verlangt der Körper nach Neuem. Daher grundsätzlich über den Tag verteilt nur Wasser oder ungesüßten Tee als Durstlöscher trinken. Auch hier muss man nicht von heute auf morgen einen radikalen Cut machen. Einfach von Tag zu Tag den Saft oder die Limo mit immer mehr Wasser verdünnen. Schon bald wird man Sie sich an den neutralen, erfrischenden Geschmack von Wasser gewöhnt haben.





Ziele setzen

Nur wenn man weis, warum man auf Zucker verzichtet, ist es möglich auch dauerhaft standhaft zu bleiben. Andernfalls verfällt der Mensch in alte Strukturen.


Also, aller Anfang ist schwer, packen wir´s an!



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